Revolution im Einheitensystem: Naturkonstanten spielen die Hauptrolle.
Ort: Schloss Pöllau, Großer Freskensaal, 2. Stock
Beginn: 17 Uhr
Dr. Christof Gaiser
Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Berlin, Deutschland
Vor über 100 Jahren hatte Max Planck einen Traum, er machte den Vorschlag, die Einheiten auf Naturkonstanten aufzubauen, die wie er schrieb, “ ihre Gültigkeit für alle auch außerirdische und außermenschliche Culturen notwendig behalten“. Mit der Neudefinition der Basiseinheiten Kilogramm, Mol, Ampere und Kelvin wurde diese Idee am 20. Mai 2019 vollständig umgesetzt. Welch langer Weg es war, um dieses Ziel zu erreichen und welch zentrale Rolle auch der große österreichische Physiker Ludwig Boltzmann dabei spielte, wird ebenso beschrieben wie die Experimente, die für die Festlegung der Naturkonstanten notwendig waren.
Öffentlicher Vortrag, anschliessend Eröffnung des neu eingerichteten SI- Raumes im Museum Echophysics.
Das Internationale Einheitensystem (SI), festgelegt 1960, ist das weltweit am häufigsten verwendete System für physikalische Maßeinheiten. Es basiert auf sieben Basiseinheiten (Meter, Kilogramm, Sekunde, Ampere, Kelvin, Mol, Candela), die präzise, unveränderliche Naturkonstanten nutzen, um Messungen in Wissenschaft, Industrie und Alltag zu vereinheitlichen.