Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite

Willkommen

Gründung der internationalen Victor-Franz-Hess-Gesellschaft

Der Schriftsteller und Physiker Peter Maria Schuster (www.petermschuster.at) gründete 2007 mit Professoren der Physik in Graz den Verein Victor-Franz-Hess-Gesellschaft. Zielsetzung der Gesellschaft ist es, Leben und Werk des Physik Nobelpreisträgers Victor Franz Hess (1883–1964) einer breiten Öffentlichkeit im In- und Ausland bekannt zu machen, sich aber auch der Leistung und Tradition der österreichischen Naturwissenschaft und Technik anzunehmen, diese zu pflegen und unter dem Namen Victor-Franz-Hess-Gesellschaft in die Welt zu tragen.

Victor Franz Hess (1883–1964)

Als gebürtiger Steirer studierte Hess in Graz und war dort zehn Jahre Professor an der Universität. Seine Entdeckung der „Kosmischen Strahlung“ gelang ihm 1912 in Wien, wo er insgesamt 14 Jahre als Physiker tätig war, davon zehn Jahre im Institut für Radiumforschung und Kernphysik. Durch seine bewundernswerten physikalischen Untersuchungen bei Ballonflügen bis 5350 Meter Flughöhe konnte er beweisen, dass die Ionisierung der Luft mit der Höhe zunimmt, und dass diese ionisierenden Strahlen von außerhalb der Erde stammen. Es dauerte zwei weitere Jahrzehnte, bis klar wurde, dass es sich dabei nicht um eine Strahlung, sondern um ein Bombardement schneller Materieteilchen von unvergleichlich großer Energie handelte. Dieses „himmlische Trommelfeuer“, dessen Ursprung noch immer Rätsel aufgibt, bot lange Zeit die einzige Möglichkeit, die Wechselwirkungen zwischen den Teilchen zu erforschen und neue Teilchen zu entdecken. Erstmals ergab sich ein direkter Zugang zu den Produkten der in den Sternen ablaufenden Kernreaktionen und damit zur Entstehung der Elemente. Auch in Innsbruck betrieb Hess sechs Jahre wichtige Forschungen zur kosmischen Strahlung, am nahen Hafelekar-Gipfel (2300 m) richtete er eine Messstation für seine Beobachtungen ein. Nach dem Anschluss 1938 war Hess in Graz inhaftiert, da er den Nationalsozialismus „aus politischen und religiösen Gründen“ ablehnte. Er emigrierte und nahm an der Universität Fordham/USA einen Lehrstuhl an. In 1944 nahm Hess die US-Staatsbürgerschaft an und nannte sich fortan Victor Francis Hess.

Namhafte österreichische und internationale Wissenschaftler erklärten sich sofort bereit, der Victor-Franz-Hess-Gesellschaft beizutreten und sie durch ihr Mitwirken in einem wissenschaftlichen Beirat zu unterstützen.

Die vom Verein vorrangig geplanten Aktivitäten sind:

Abhalten von Symposien und Kongressen;
Herausgabe von Publikationen und Dokumentationen;
Öffentlichkeitsarbeit;
Victor-Franz-Hess Ausstellungen;
Mitfinanzierung des Victor-Franz-Hess-Preises;
wissenschaftliche Forschungsvorhaben;
Pflege des Hess-Messlaboratoriums auf dem Hafelekar;
Errichtung eines Victor-Franz-Hess-Dokumentationszentrums und einer
Victor-Franz-Hess-Gedenkstätte in seinem Geburtsland Steiermark bzw. auch an seinem Sterbeort Mt. Vernon im Staat New York, USA;
Bearbeitung des Nachlasses von Victor Franz Hess in den USA.

Artikelaktionen